Schädlinge wirkungsvoll bekämpfen

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Schädlinge wirkungsvoll bekämpfen

An dieser Stelle widmen wir uns einem eher unangenehmen Thema der Pflanzenpflege: Schädlinge! Immer wieder können Kübel- und Zimmerpflanzen von Schädlingen befallen werden. Mit regelmäßigen Kontrollen und den richtigen Tipps und Tricks können Sie allerdings ganz einfach Schlimmeres vermeiden.

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste über die häufigsten Übeltäter und die Grüner Holländer Pflanzencenter verraten Ihnen die wirkungsvollsten Methoden, wie man sie zuverlässig wieder los wird.

Blattläuse

Blattläuse kommen besonders häufig vor, sind jedoch relativ harmlos und einfach zu bekämpfen.
Sie befallen vor allem junge Triebe und Knospen, meist findet man sie jedoch auf der Unterseite von Blättern. Sie ernähren sich vom Pflanzensaft, den sie aus der Pflanze saugen. Oft verbünden sie sich mit Ameisen.

So sieht der Schädling aus:
grün, schwarz oder orange, meist ca. 2 mm groß

So werden Sie den Schädling los:
Beginnen Sie Ihre Maßnahmen mit biologisch unbedenklichen Mitteln, wie z.B. die Pflanze mit hartem Wasserstrahl abzuduschen (auch die Blattunterseiten) – sollte die Pflanze nicht sehr wasserbedürftig sein, können Sie den Wurzelballen zuvor in eine Plastiktüte einwickeln um ihn nicht zu sehr zu durchnässen. Bleibt der Erfolg aus, empfehlen wir ein chemisches Mittel gegen saugende Insekten.

Minierfliege

Die ausgewachsene Fliege selbst ist harmlos – das Problem sind ihre Larven. Diese fressen sich durch das Blattgewebe.
Der Befall macht sich durch unregelmäßige Gänge“ bemerkbar, die sich durch eine hellere Farbe erkennen lassen. Meist ist am Ende des Ganges die Larve zu finden. Fertig entwickelte Minierfliegen sorgen dank fleißiger Eiablage für lästigen Nachwuchs.

So sieht der Schädling aus:
Fliege: sehr klein, nur ca. zwei bis drei Millimeter lang, zwei Flügel
Larve: gelblich weiß

So werden Sie den Schädling los:
Meist sind nur wenige Blätter gleichzeitig befallen. Entfernen Sie die befallenen Blätter und vernichten Sie sie. Verbrennen ist am wirkungsvollsten. Bei starkem Befall sollte man ein spezielles Mittel gegen die Minierfliegen-Larven anwenden.

Raupen

Auch wenn aus Raupen über kurz oder lang schöne Schmetterlinge werden – sie frisst sich wahllos durch alle Blätter, die sie finden können.
Sie beginnen ihre Attacke meist am Blattrand und hinterlassen eine stark gezackte Kante. Oft tarnen sie sich in einer Fraßpause durch Verstecken: Sie biegen die Blattspitze um und wickeln sich im Blatt ein. Suchen Sie deshalb nach eigenartig aussehenden Blatt-Enden.

So sieht der Schädling aus:
ca. 1-3 cm lang, mittelgrün

So werden Sie den Schädling los:
Am besten sammeln Sie die Schädlinge einzeln per Hand ab. Sollten Sie sich für ein Schädlingspräparat ggen Raupen entscheiden, vermeiden Sie bitte ölhaltige Produkte – diese würden die Pflanze zu stark strapazieren.

Schildläuse

Schildläuse sind erst in großen Mengen gefährlich – ist die Population allerdings massiv, töten sie Pflanzenteile innerhalb kürzester Zeit.
Schildläuse sitzen fast immer am Stamm und an den Zweigen und saugen daraus den Pflanzensaft.

So sieht der Schädling aus:
Meist bekommt man vom Schädling nur sein Schutzschild zu sehen: Es ist bis zu 5 mm groß und sieht aus, wie eine braune, leicht Blatterhöhung.

So werden Sie den Schädling los:
Leider sind Schildläuse durch ihr Schild bestens vor Spritzmitteln geschützt. Ist der Befall noch gering, sollten Sie die Schädlinge abwischen oder -kratzen. Wenn der Befall bereits massiver ist, müssen starke Spritzmittel zum Einsatz kommen: Rogor oder Metasystox werden über die Blätter von der Pflanze aufgenommen. Die Pflanze vergiftet den Schädling also selbst über ihren Pflanzensaft. Tote Schildläuse fallen nach längerer Zeit von selbst ab. Kontrollieren Sie, ob vereinzelte Tiere die Maßnahme überlebt haben, indem Sie beim Abkratzen darauf achten, ob die Schilder vertrocknet sind – ein trockener Schild bedeutet, die Schildlaus ist tot; ein matschiges hingegen, dass sie noch lebt.

Schnecken

Schnecken sind der Klassiker unter den Schädlingen. Sie sind die gefräßigsten Exemplare schlechthin.
Sie sind der Erzfeind jedes Blumen- und Gemüsebeets. Aber auch Zimmerpflanzen sind vor ihnen nicht sicher. Oft findet man sie an feuchten Innen- und Unterseiten von Übertöpfen. Glatt angefressene Blattränder oder Löcher in den Blättern sind ein deutliches Zeichen für Schneckenbefall.

So sieht der Schädling aus:
Diesen Schädling muss man nicht beschrieben – jeder kennt die schleimigen Gesellen!

So werden Sie den Schädling los:
Suchen und absammeln ist eine Möglichkeit. Eine andere ist der sparsame Einsatz von Schneckenkorn. Auf Eisensulfat basierendes Schneckenkorn ist übrigens entgegen älteren, auf Aldehyd basierenden Produkten unbedenklich in der Anwendung. Achten Sie trotzdem auf die exakten Produktbeschreibungen.

Spinnmilben / Rote Spinne

Spinnmilben sind Schädlinge für Fortgeschrittene! Sie sind sehr schwer zu bekämpfen.
Diese kleinen Spinnentiere besiedeln üblicherweise zuerst die Blattunterseiten und saugen den Saft aus dem Zellgewebe. Die Blätter werden in der Folge erst punktuell silbern schimmernd, dann gelb und vertrocknen anschließend. Oft werden allerdings auch nicht komplett grüne Blätter sofort abgeworfen. Leider befallen Spinnmilben nicht nur Blätter, sondern mit Vorliebe auch Blattspitzen, wo sie die jungen Triebe leer saugen. Sie sterben dann sofort ab – erkennbar an schwarzen Überbleibseln an den Triebspitzen.
Ihrem Namen nach erzeugt die Spinnmilbe extrem feine Gespinste. Sind diese mit bloßem Auge zu erkennen, ist es in den meisten Fällen schon fast zu spät für Gegenmaßnahmen. Bei Verdacht auf Spinnmilben sollten Sie Ihre Pflanze mit Sprühwasser einnebeln. Sprühen Sie dabei nicht direkt auf die Pflanze, sonst blasen Sie einen großen Teil der Spinnmilben samt Gespinsten weg und können den Befall nicht erkennen. Durch die feinen Wassertröpfchen kann man die Gespinste leicht erkennen. Nur wie gesagt: Leider ist es in diesem Stadium meist schon zu spät die Pflanze zu retten.

So sieht der Schädling aus:
je nach Art rot, grün oder gelblich bis weiß, nur etwa einen halben Millimeter groß

So werden Sie den Schädling los:
Duschen Sie die Pflanze gründlich mit einem möglichst harten Wasserstrahl ab (Blattunterseiten nicht vergessen) – sollte die Pflanze nicht sehr wasserbedürftig sein, können Sie den Wurzelballen zuvor in eine Plastiktüte einwickeln. So wird ein Großteil der Schädlinge weggeschwemmt. Sollten dabei Blätter abfallen, waren diese mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit bereits beschädigt. Anschließend sollten Sie ein Spezial-Spritzmittel anwenden. Eine regelmäßige Anwendung ist empfehlenswert, da sich Spinnmilben durch diverse Entwicklungsstadien immer wieder erholen können. Ein weiteres Risiko: Bricht man nach wenigen Anwendungen ab, riskiert man nicht nur einen erneuten Befall sondern zusätzlich eine Resistenzbildung der Spinnmilben gegen das verwendete Mittel. Exakt aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, verschiedenste Spritzmitteltypen abwechselnd anzuwenden. Wenden Sie diese Mittel ausschließlich im Freien an!

Thripse

Auch Thripse leben vom Saft Ihrer Pflanze. Die von ihnen verursachten Schäden sind ähnlich derer von Spinnmilben.
Wenn Ihre Pflanze also unter silbrigen Verfärbungen oder gelben Blättern leidet, kann dies möglicherweise ein Hinweis auf diese Insektenform sein. Ihr Versteck liegt an der Blattunterseite – sie nutzen Blattvertiefungen, um sich vor Feinden zu tarnen. Aus diesem Grund werden sie meist erst entdeckt, wenn der Schaden bereits sichtbar ist. Wenn der Verdacht auf Thripse besteht, ist Eile geboten!

So sieht der Schädling aus:
dunkelbraune bis grüne Farbe, ca. 1-2 mm lang und sehr dünn

So werden Sie den Schädling los:
Siehe Spinnmilbe – nach der Duschprozedur mit Mittel gegen saugende Schädlinge behandeln.

Trauermücken

Diese Mini-Fliegen machen der Pflanze durch Wurzelfraß den Garaus. Sie sind der Feind von kleinen und empfindlichen Pflanzen.
Herumfliegende Trauermücken sind nicht das eigentliche Problem – denn das steckt tief im Pflanzsubstrat: Hier nagen die Larven der Mücke an feinen Haarwurzeln und schädigen somit langsam aber sicher die Gesundheit Ihrer Pflanze. Die Larven werden Sie also selten zu Gesicht bekommen, schwirren jedoch die Eltern“ durch die Luft, wissen Sie dass ihre Pflanze gefährdet ist.

So sieht der Schädling aus:
Erwachsene“ Trauermücken haben zwei Flügel, sind ein bis sieben Millimeter lang, der Körper ist schlank und dunkel.

So werden Sie den Schädling los:
Die Pflanze muss schnellstens umgetopft werden. Entfernen Sie das gesamte alte Substrat, putzen Sie sämtliche Wurzeln sauber unter fließendem Wasser ab. Anschließend mit torfloser Erde neu einpflanzen und das alte Substrat im Müll entsorgen. Wenn Ihre Pflanze unbedingt Erde mit Torf benötig, sterilisieren Sie die neue Erde vor dem Anpflanzen: Substrat bei ca. 150 °C im Backofen eine halbe Stunde lang erwärmen oder im Mikrowellenofen einige Minuten dämpfen. Ein guter Trick zur Vorbeugung: Als oberste Schicht im Pflanztopf ein rein mineralisches Material (z.B. Sand oder feines Quarzgranulat) aufstreuen.

Woll- und Schmierläuse

Und wieder ein Schädling, der an den Saft Ihrer Pflanze will. Klebrige Blätter und ausgetretener Saft sind erste Anzeichen.
Im weiteren Befallsverlauf bilden sich unter den Blättern am Übergang von Blattstiel zu Blatt weißliche „Wattekugeln“.

So sieht der Schädling aus:
ca. 2-5 mm lang und halb so breit, weiß mit hellbraunem Muster, in der Form einer Kellerassel ähnlich

So werden Sie den Schädling los:
Pflanze abduschen, klebrige Blätter gründlich reinigen. Topf wie bereits zuvor vor Wasser schützen. Anschließend geeignetes Spritzmittel anwenden, da möglicherweise an der Pflanze verbliebene winzige Jungtiere und Eier innerhalb kurzer Zeit wieder für Vermehrung sorgen würden. Eine ein- bis zweimalige Anwendung sollte ausreichend sein.

Lilienhähnchen

Dieser Schädling hat es auf Ihre hübschen Lilien abgesehen. Lilienhähnchen sind schuld, wenn Blätter Löcher haben oder ganz fehlen.
Der Käfer selbst richtet eigentlich keinen Schaden an – es sind seine Eier, die er an die Unterseite der Lilienblätter klebt. Die darin enthaltenen Larven sind sehr hungrig und können leider innerhalb kürzester Zeit ein ganzes Lilienbeet blattlos fressen. Der Trick dieses Schädlings ist ebenso ausgeklügelt, wie eklig: Er versteckt sich in seinen eigenen Exkrementen.

So sieht der Schädling aus:
auffälliger roter Käfer

So werden Sie den Schädling los:
Eile ist geboten: Schreiten Sie beim ersten Anzeichen sofort ein, bevor die Plagegeister alles aufgefressen haben. Käfer absammeln reicht leider nicht aus, zudem ist es schwierig, weil sich die schlauen Tierchen sofort fallen lassen, wenn Gefahr droht, und in der Erde verschwinden. Larven sind ebenso schwierig einzusammeln, weil schwer aufzufinden. Zu allem Überdruss reagieren beide nicht auf übliche Spritzmittel gegen fressende oder saugende Insekten. Fragen Sie uns deshalb nach Spezial-Spritzmitteln gegen Lilienhähnchenlarven. Diese sollten schnell und wirksam Abhilfe schaffen.

Die Grüner Holländer Gartencenter Berlin wünschen viel Erfolg beim Schädlinge bekämpfen – falls Sie weitere Fragen zu Thema haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

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