Kompost – haufenweise Vorteile

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Kompost – haufenweise Vorteile

Ein eigener Komposthaufen im Garten bietet Ihnen viele Vorteile:

  • Sie können Gartenabfälle und zum Teil sogar Biomüll aus dem Haushalt entsorgen,
  • produzieren Ihre eigene Boden verbessernde Erde und Vögel und andere Insektenfresser finden auf Ihrem Komposthaufen einen reich gedeckten Tisch.

Der wichtigste dieser Aspekte ist naturgemäß die Produktion von eigener feinster Komposterde – ihren hohen Nährstoff- und Humusgehalt sowie ihre Wasserspeicher-Fähigkeit können Sie sich in Ihrem Garten bestens zunutze machen.

Im Folgenden verraten Ihnen die Grüner Holländer Pflanzencenter alles Wissenswerte und erklären Schritt für Schritt, wie Sie Ihren eigenen Komposthaufen anlegen sollten:

Wie „funktioniert“ ein Komposthaufen?

In verschiedensten Ab- und Umbauprozessen „ arbeiten“ die organischen Stoffe der Abfälle, die Sie Schicht für Schicht auf den Haufen aufbringen. An diesen Prozessen sind etwaige Mikroorganismen, Asseln, Strahlenpilze und Kompostwürmer beteiligt. Im ersten Schritt entsteht stets grober Mulch- bzw. Schnellkompost – bei diesem Material können Sie die Ausgangsstruktur der Materialien noch gut erkennen. Lässt man diesem Material noch mehr Zeit, erhalten Sie reife Komposterde, die charakteristisch nach frischer Erde duftet und sich durch eine lockere Struktur ohne feste Bestandteile auszeichnet. Dieses Endprodukt ist der optimale Dünger für Ihren Garten.

Sie sollten Komposterde stets als oberste Bodenschicht verwenden – mischen Sie sie einfach mit anderer Erde oder Sand. Aber Achtung: Zur Anzucht dürfen Sie Komposterde nicht einsetzen – der Nährstoffgehalt wäre viel zu hoch für junge Pflanzen.

Das richtige Anlegen eines Komposthaufens:

1. Platzwahl
Bei der Platzwahl sollten Sie auf zwei Dinge besonders achten: Sowohl zuviel pralle Sonne, als auch zuviel Wind tun Ihrem zukünftigen Kompost nicht gut. Optimalerweise haben Sie ein windgeschütztes Plätzchen im Halbschatten zur Verfügung – hier arbeiten die Mikroorganismen am fleißigsten und die Stoffe sind vor Austrocknung geschützt. Ob Sie des Weiteren einen eher versteckten Platz auswählen, oder eine Hecke rundherum pflanzen, bleibt Ihnen überlassen. Achten Sie nur darauf, dass der Haufen gut erreichbar ist, rundherum genug Platz „zum Werkeln“ bleibt und der Bio-Müllplatz nicht zur Geruchsbelästigung für Sie oder Ihre Nachbarn wird.

2. Zeitpunkt
Sie können einen Komposthaufen übrigens das ganze Jahr über anlegen – nur von Frost-Zeiten ist abzuraten. Als optimale Zeit empfiehlt sich der Herbst, denn dann fallen besonders viele Gartenabfälle an und Sie können Ihren Haufen sofort einweihen.

3. Das Anlegen
Nach der Planung folgt die Schweiß arbeit: Messen Sie am zukünftigen Platz die Größe Ihrer Kompostfläche ab und schaufeln Sie dementsprechend eine kleine rechteckige Grube (ca. 15 cm tief).
Diese Vertiefung wird Ihre Drainage.

Je nach Beschaffenheit des Untergrunds wird nun befüllt:

bei lehmigem Untergrund: Sandschicht einfüllen
bei sandigem Untergrund: Lehmschicht einfüllen

Da Ihr Kompost für seine chemischen Abläufe Luft, Feuchtigkeit und Wärme benötigt, gleichzeitig wasserdurchlässig und luftdurchlässig sein soll, müssen Sie beim Aufbau einige Regeln beachten:

unterste Schicht: grobe Abfälle von Hecken oder Bäumen
folgende Schichten: Grünschnitt (überwiegend) und Reisig oder Zweige (kleinerer Anteil) abwechseln – achten Sie darauf, diese Schichten locker aufzubringen, nicht zusätzlich andrücken; Höhe dieser Schichten: ca. 25 cm
Düngerschicht: stickstoffhaltigen tierischen Dünger und Kalk (oder Kompost-Beschleuniger) dünn aufstreuen
Erdschicht: alte Erde oder Kompost dünn aufbringen

Nun ist Ihr Ausgangskomposthaufen fertig!
Als Abdeckung erhält er vor dem Winter eine schützende Schicht aus Laub, Stroh oder Rasenschnitt.

Achten Sie darauf, dass

Ihr Komposthaufen über die Zeit nicht höher als 1,5 Meter wird. Befüllen Sie ihn stets so, dass nach oben hin nicht in die Breite geht, sondern eher schmaler wird, um ein Abrutschen zu Verhindern
die klimatischen Verhältnisse in Ihrem Komposthaufen stets ideal sind:

Damit der Komposthaufen nicht zu feucht ist und fault, muss er gelüftet werden (siehe Umsetzen). Ist er zu trocken, entwickelt er zu viel Wärme – gießen Sie ihn deshalb in längeren Hitzeperioden und decken Sie ihn bei längerem starkem Regen ab.

Das Umsetzen eines Komposthaufens:

Wer einen sehr kleinen Komposthaufen hat, dem bleibt diese Prozedur erspart. Größere Komposthaufen sollten im Frühsommer umgesetzt werden. Beim Umsetzen müssen Sie das Rand-Material mit dem inneren Kompostgut vertauschen – das begünstigt eine gleichmäßige Verrottung. Betrachten Sie dabei gleich das Material: Der Kompost sollte die Feuchte eines ausgedrückten Schwamms aufweisen. Ist er trockener, können Sie beim Umschichten gießen. Ist er hingegen zu feucht, erkennen Sie das sofort am fauligen Geruch – verhindern Sie Schlimmeres, indem Sie trockenen Rindenmulch untermischen.

Übrigens, je größer Ihr Komposthaufen ist, desto besser: Denn die Größe bestimmt die Schnelligkeit der Verrottung.

Die fertige Komposterde:

Ihre feine Komposterde benötigt circa 9 Monate, bis sie vollständig „reif“ ist. Nun kann sie im Garten verteilt werden. Optimalerweise geschieht das im Herbst. Um die Feinheit der Erde noch zu verbessern, können Sie ein Sieb einsetzen. Was nicht durchs Sieb passt, ist gleich wieder als Rohmaterial für den neuen Komposthaufen verwendbar. Komposterde wird stets oberflächlich verteilt und nur leicht in den Boden eingeharkt – aber nicht untergraben.

Kompostier-Grundregeln:

auf den Kompost darf: Gartenabfälle, Laubabfälle, Strauch-, Hecken- und Baumschnitt (klein schneiden oder häckseln), Rasenschnitt, Stroh/Heu/Späne, Eierschalen, Kaffeesatz/Teesud, Obst-/Gemüseabfälle auf den Kompost darf nicht: mit Pflanzenkrankheiten befallene Gartenabfälle, Wurzelunkraut, samentragendes Unkraut, mit Insektiziden belastetes Pflanzenmaterial,

Essensreste und Lebensmittel

Die Grüner Holländer Pflanzencenter wünschen Ihnen viel Erfolg beim Kompostieren!
Bei Fragen zu diesem Thema können Sie sich jederzeit gerne an unser Team wenden. Wichtige Kompostierutensilien erhalten Sie selbstverständlich in den Grüner Holländer Pflanzencentern!

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