Alles über Palmen

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Alles über Palmen

Eine prächtige Palme ist das Symbol für Urlaub, Strand, Sonne und Erholung. Holen Sie sich diese positive Stimmung direkt nach Hause: Es gibt einige Palmen-Arten, die in der warmen Jahreszeit auch in unseren Breitengraden im Garten gedeihen; und auch als Zimmerpflanze eignen sich Palmen hervorragend. Die Grüner Holländer Pflanzencenter möchten Sie im Folgenden auf die Palme bringen“ und informieren über Palmen-Arten und Pflege.

 Wir kennen Palmen vor allem als schmückende Pflanzen in ganzjährig warmen Regionen. Doch in ihren Ursprungsländern erfüllen Sie vor allem eine wirtschaftlich wichtige Funktion als Nutzpflanzen. Kokosnüsse, Datteln, Palmöl, Palmherzen, Palmwachs und nicht zuletzt ihr Holz und Ihre Blätter sind wertvolle Qualitätsprodukte. Da wir uns vor allem am Anblick der imposanten Pflanzen erfreuen wollen, widmen wir uns nun aber nach einer kurzen Pflanzenkunde direkt der Pflegepraxis.

 Palmenarten

Die Palme (lat. Arecales oder Palmae) ist eine sehr artenreiche und sehr alte Pflanzengattung: Die Familie der Palmenartigen enthält 183 Gattungen mit etwa 2.600 Arten; verwandte Arten waren schon vor etwa 70 Millionen Jahren in der Kreidezeit weit verbreitet. So unterschiedlich die einzelnen Palmenarten sind, so unterschiedlich sind auch ihre Herkunftsländer: Palmen sind weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet – die größte Artenvielfalt findet sich in tropischen Regenwäldern, doch auch in südlichen europäischen Gebieten sind einige Arten heimisch.

Bei der Wahl der eigenen Pflanze müssen Sie also sehr genau darauf achten, woher sie stammt und welche Standortbedingungen sie stellt. Nur so können Sie ihr in ihrem neuen Zuhause beste Bedingungen bieten. Selbstverständlich kommen Palmen auch mit leicht abgewandelten Bedingungen klar – oft reicht es aus, die Ansprüche an Licht, Luft, Temperatur und Wasserbedarf annähernd zu erfüllen. Palmen zählen grundsätzlich eher zu den robusten Pflanzen, die kleine Pflegefehler auf kurze Sicht verzeihen.

 Standort-, Temperatur- und Lichtbedürfnisse

Deutscher Name Botanischer Name Verwendung winterhart Lichtbedarf
Bangalow- / Feuerpalme Archontophoenix alexandrae Zimmerpflanze, Kübelpflanze nein Winter/Sommer: hell
Bergpalme Chamaedorea elegans Zimmerpflanze nein Winter/Sommer: mäßig hell
Dattelpalme Phoenix canariensis Kübelpflanze ja (wenn Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt) Winter: hell; Sommer: sehr hell
Dreieckspalme Dypsis decaryi Zimmerpflanze, Kübelpflanze nein (ganzjährig  über 10 Grad) Winter/Sommer: hell
Fischschwanzpalme Caryota mitis Zimmerpflanze, Kübelpflanze nein (ganzjährig  über 10 Grad) Winter/Sommer: hell
Goldfruchtpalme Dypsis lutescens Zimmerpflanze nein nein (ganzjährig  über 10 Grad) Winter/Sommer: hell
Hanfpalme Trachycarpus fortunei Kübelpflanze, auch im Garten frei auspflanzbar ja Winter: mäßig hell; Sommer: hell
Kentiapalme Howea forsteriana Zimmerpflanze nein (ganzjährig  über 10 Grad) Winter/Sommer: mäßig hell;
Kohlpalme Euterpe edulis Zimmerpflanze, Kübelpflanze nein (ganzjährig  über 10 Grad) Winter: hell; Sommer: sehr hell
Kokospalme Cocos nucifera Zimmerpflanze nein (ganzjährig  über 18 Grad) Winter/Sommer: sehr hell
Kokospälmchen Lytocaryum weddelianum Zimmerpflanze nein (ganzjährig  über 18 Grad) Winter/Sommer: hell
Königinpalme Syagrus romanzoffianum Kübelpflanze nein Winter: mäßig hell; Sommer: sehr hell
Königspalme Roystonea oleracea Kübelpflanze nein (ganzjährig  über 18 Grad) Winter: hell; Sommer: sehr hell
Latania Latania loddigesii Kübelpflanze nein (ganzjährig  über 18 Grad) Winter: hell; Sommer: sehr hell
Livistonie Livistona rotundifolia Zimmerpflanze nein Winter/Sommer: hell
Mascarena Hyophorbe verschaffeltii Zimmerpflanze nein (ganzjährig  über 10 Grad) Winter: hell; Sommer: sehr hell
Mazaripalme Nannorrhops ritchiana Kübelpflanze, auch im Garten frei auspflanzbar ja Winter/Sommer: hell
Nadelpalme Rhapidophyllum hystix Kübelpflanze, auch im Garten frei auspflanzbar ja Winter: mäßig hell; Sommer: sehr hell
Rhapispalme Rhapis excelsa Zimmerpflanze, Kübelpflanze nein Winter: mäßig hell; Sommer: hell
Sabalpalme Sabal palmetto Kübelpflanze ja (wenn kein langanhaltender Bodenfrost) Winter: mäßig hell; Sommer: sehr hell
Wachspalme Ceroxylon alpinum Kübelpflanze ja (wenn Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt) Winter/Sommer: hell
Washingtonie Washingtonia filifera Kübelpflanze ja (wenn Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt) Winter: hell; Sommer: sehr hell
Weihnachtspalme Veitchia merillii Zimmerpflanze, Kübelpflanze nein (ganzjährig  über 18 Grad) Winter: hell; Sommer: sehr hell
Weißstammpalme Ravenea rivularis Zimmerpflanze, Kübelpflanze nein (ganzjährig  über 10 Grad) Winter: mäßig hell; Sommer: hell
Zwergpalme Chamaerops humilis Kübelpflanze ja Winter: mäßig hell; Sommer: hell

Palmenpflege

 Gieß-Regeln:

Palmen benötigen regelmäßige Wassergaben. Tägliches Gießen wäre aber sicherlich übertrieben. Staunässe ist stets zu vermeiden. Am besten gießen Sie morgen oder abends – keinesfalls, wenn die Sonne gerade prall auf Ihre Palme scheint.

Wie jede andere Pflanze benötigen auch Palmen vor allem im Frühjahr und Sommer mehr Wasser als in den Ruhemonaten im Herbst und Winter. Gießen Sie jedoch immer nur, wenn die Erde beinahe ausgetrocknet ist: Um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, sollten Sie fühlen, wie trocken die Erde ca. 5 cm unter der Oberfläche ist.  Ist die Erde so ausgetrocknet, dass sie kaum oder nur wenig Wasser aufnimmt, sollten Sie den Wurzelballen kräftig untertauchen – solange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, danach abtropfen lassen und zurück ins Pflanzgefäß stellen. Diese Methode können Sie auch vor einem Urlaub anwenden – Ihre Pflanze kommt damit ganz gut einige Tage ohne Sie zurecht. Im Winter dürfen Sie diese Methode grundsätzlich nicht anwenden!

Zusammenfassend lässt sich sagen: Palmen sind alle paar Tage durstig“, mögen aber keine sumpfigen Verhältnisse“. Das Gießwasser kann gerne normales Leitungswasser sein, am besten lässt man es vor dem Gießen abstehen – achten Sie stets darauf, dass es  Zimmertemperatur hat. Wenn Sie über natürliches Regenwasser verfügen, sollten Sie dieses verwenden.

Palmen bevorzugen übrigens eher weiches, nicht kalkhaltiges Wasser. Hartes Wasser sollten Sie aufbereiten.

Düngung:

Kübel-Palmen sollten im Frühjahr und Sommer regelmäßig gedüngt werden. Übertreiben Sie es aber nicht und achten Sie auf das Wachstumsverhalten Ihrer Palme – zu viel Dünger kann sehr schädlich sein. Grundsätzlich eignet sich jeder übliche Blattpflanzendünger oder Palmendünger.

Überwinterung:

Für nicht winterharte Palmenarten, die in der warmen Jahreszeit im Kübel im Freien untergebracht sind, muss ein geeignetes Winterquartier gefunden werden (beachten Sie hierzu auch die Angaben aus obenstehender Tabelle). Reine Zimmerpflanzen können üblicherweise das ganze Jahr über am selben Ort belassen werden.

Outdoor-Palmen“ hingegen möchten im Winter ruhen, das heißt Sie benötigen dann kühlere und tendenziell halbhelle bis leicht dunkle Bedingungen. Über eine hohe Luftfeuchtigkeit freuen Sie sich jedoch auch in der alten Jahreszeit – regelmäßiges Einsprühen ist also erlaubt. Das Gießen muss jedoch reduziert werden. Außerdem gilt: Im Winter bitte nicht düngen.

Umtopfen und Pflanzsubstrat:

Sobald die Wurzeln Ihrer Palme durch die Löcher des Übertopfs oder über die Erdoberfläche treiben, ist es höchste Zeit umzutopfen. Für die meisten Palmenarten gilt: Das neue Substrat sollte ein leicht saures Verhalten haben; es gibt nur sehr wenige Palmenarten, die nach alkalischem Substrat verlangen.

Am besten mengen Sie dem Grundsubstrat folgende Bestandteile zu gleichen Anteilen bei: Torf, Kompost (wegen der Nährstoffe), lehmige Gartenerde (für eine gute Standfestigkeit) leicht grober Sand oder Quarzsplit (für den Zellaufbau). Außerdem können Sie in kleinen Mengen zusetzen: organischen Dünger, z.B. Hornspäne oder Guano untermischen.

 Und so geht’s: Eine mindestens 2 cm hohe Schicht aus kleinen Steinen, Blähton etc. als Drainage einfüllen. Nun einen Teil des Substrats (zusammengesetzt wie davor beschrieben) mit Styroporkügelchen, Blähton oder anderen auflockernden Füllmaterialien vermengen und rund um die Palme bis über die Hälfte einfüllen. Nun wird das restliche Pflanzgefäß mit dem verbleibenden Substrat aufgefüllt. Anschließend leicht angießen und die Palme keinen besonderen Belastungen aussetzten, bis sie angewachsen ist.

 Bitte stets beachten:

  • ie beste Zeit zum Umtopfen ist der Frühling. Niemals sollten Sie im Winter oder Herbst umtopfen.
  • Je größer die Pflanze, desto mehr Gartenerde sollten Sie verwenden, um Ihrer Palme die nötige Stabilität zu bieten.
  • Bitte immer nur ein etwas größeres Pflanzgefäß verwenden. Zu große Kübel fördern ein übermäßiges Wurzelwachstum, was wiederum das Wachstum der Palmwedel hemmt.
  • Fertiges Palmensubstrat ist eher für Zimmerpflanzen und kleine Palmen geeignet. Für alle anderen sollten Sie wie beschrieben Ihre eigene Mischung zusammenstellen.

Zum Schluss noch ein Spezial-Pflegetipp von den Grüner Holländer Gartencentern:

Sprühen Sie Ihre Palmen regelmäßig (alle drei bis vier Wochen, und nicht bei direkter Sonneneinstrahlung) ein. Achten Sie darauf, sowohl die Blattober- als auch die -unterseite anzufeuchten. Wer noch einen Schritt weiter gehen will, verwendet hierfür anstatt reinem Wasser verdünntem Algensaft (im Handel erhältlich) – dieser fördert die satte Wedelfärbung und  stärkt die gesamte Widerstandskraft.

Auch Ihre anderen Garten- und Zimmerpflanzen freuen sich über diese Spezialbhandlung!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude bei der Palmenpflege – eine große Auswahl an Zimmer- und Gartenpalmen finden Sie selbstverständlich in den Grüner Holländer Gartencentern.

 

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